Jetzt spielen

Hearts online spielen

Kostenlos im Browser — kein Download, keine Anmeldung

Hearts ist ein Stichspiel, bei dem das Ziel auf den Kopf gestellt ist: Stiche zu gewinnen ist hier keine Leistung, sondern ein Risiko. Jedes Herz, das du einsammelst, kostet einen Punkt, die Pik-Dame kostet gleich dreizehn — und wer am Ende die wenigsten Punkte hat, gewinnt. Das Spiel ist gemeinfrei, seit den Neunzigern durch die Windows-Beigabe weltweit bekannt und wird hier kostenlos im Browser gespielt: drei bis sechs Plätze, KI-Gegner und Online-Partien mit Freunden.

Jetzt spielen

Worum es geht

Gespielt wird über mehrere Blätter. Nach jedem Blatt werden die Strafpunkte zusammengezählt; sobald ein Spieler die Zielpunktzahl erreicht — standardmäßig 100 — ist die Partie zu Ende, und es gewinnt, wer am wenigsten hat. Der entscheidende Unterschied zu den meisten Stichspielen: Es gibt keinen Trumpf und keine Ansage. Es gibt nur die Frage, wer am Ende des Stichs die Karten aufnehmen muss.

Karten und Spieleranzahl

Gespielt wird mit einem einzigen Blatt zu 52 Karten. Damit es bei jeder Spielerzahl restlos aufgeht, werden ein paar niedrige Karten aus dem Spiel genommen: zu dritt die ♣2 (51 Karten, je 17 auf die Hand), zu viert gar keine (52 Karten, je 13), zu fünft ♣2 und ♦2 (50 Karten, je 10) und zu sechst ♣2, ♣3, ♦2 und ♠2 (48 Karten, je 8). Es gibt keinen Talon und keinen Skat — es liegt nichts in der Mitte. Die Regel dahinter ist immer dieselbe: Wer den niedrigsten Kreuz im Spiel hat, muss ihn zum ersten Stich ausspielen. Zu sechst ist das die einzige Anpassung, die auch eine Pik-Karte entfernt, was die Jagd auf die Dame ein klein wenig verkürzt.

Das Abgeben

Vor jedem Blatt wählt jeder Spieler drei Karten und schiebt sie verdeckt weiter — erst danach nimmt man die drei auf, die man selbst bekommen hat. Alle geben gleichzeitig ab; niemand sieht die fremden Karten, bevor die eigenen festliegen. Die Richtung wechselt von Blatt zu Blatt: links, rechts, gegenüber, kein Abgeben — und dann wieder von vorn. „Gegenüber“ gibt es nur bei gerader Spielerzahl, also fällt der Zyklus zu dritt und zu fünft auf links, rechts, kein Abgeben zusammen. Das Blatt ohne Abgeben wird sofort gespielt. Das Abgeben ist der wichtigste Zug des Blattes: Hier wird man kurze Farben los, hier schiebt man die Pik-Dame weiter — oder behält sie bewusst.

Bedienen und stechen

Der Spieler mit dem niedrigsten Kreuz spielt ihn zum ersten Stich aus, dann geht es reihum. Bedienen ist Pflicht: Wer die angespielte Farbe hat, muss sie auch spielen. Wer sie nicht hat, darf eine beliebige Karte abwerfen. Die höchste Karte der angespielten Farbe gewinnt den Stich und spielt zum nächsten aus — Trumpf gibt es keinen, eine andere Farbe kann also niemals stechen. Zwei Einschränkungen kommen hinzu: Im ersten Stich dürfen keine Punkte abgeworfen werden, weder ein Herz noch die Pik-Dame. Und Herz darf erst angespielt werden, wenn in einem früheren Stich schon einmal ein Herz abgeworfen wurde — das nennt man „Herz ist gebrochen“. Beides entfällt, wenn jemand nichts anderes mehr auf der Hand hat.

Punkte

Am Ende des Blattes zählt jeder, was er eingesammelt hat: jedes Herz einen Punkt, die Pik-Dame dreizehn. Auf ein volles Blatt sind das zusammen 26 Punkte, die irgendwo landen müssen — es ist also nie möglich, dass alle sauber bleiben. Alles andere ist wertlos: Ein Stich voller Könige und Asse kostet nichts, ein einziges Herz kostet etwas. Deshalb geht es beim Spielen fast nie darum, einen Stich zu gewinnen, sondern darum, den Stich zu vermeiden, in dem die Punkte liegen — und die Pik-Dame irgendwann bei jemand anderem zu wissen.

Den Mond schießen

Es gibt genau einen Weg, aus dem Ganzen einen Gewinn zu machen. Wer in einem Blatt alle Herzen und die Pik-Dame einsammelt — also restlos jeden Strafpunkt —, der schießt den Mond: Statt 26 Punkten aufs eigene Konto werden ihm 26 Punkte abgezogen. Das ist der Grund, warum man einen Gegner, der auffällig viele Stiche einsammelt, nicht einfach gewähren lässt: Ein einziges Herz, das man ihm noch abnimmt, kostet einen selbst einen Punkt und ihm den ganzen Mond. Wahlweise lässt sich die Variante zuschalten, bei der der Mond stattdessen allen anderen 26 Punkte aufschreibt — dieselbe Wirkung, andere Buchführung.

Varianten

Alle Zusatzregeln sind im Startmenü einzeln zuschaltbar und standardmäßig aus, damit das Grundspiel das Grundspiel bleibt. Karo-Bube (Omnibus) bringt minus zehn Punkte — die einzige Karte, die man gerne nimmt. Mond zählt plus schreibt beim Mondschuss allen anderen 26 Punkte auf, statt dem Schützen 26 abzuziehen. Herz nach Wert lässt jedes Herz seinen eigenen Rang kosten statt pauschal einen Punkt, was das Blatt deutlich schärfer macht. Und die Pik-Dame bricht Herz gibt die Herzfarbe schon frei, sobald die Dame gefallen ist. Die Zielpunktzahl lässt sich ebenfalls einstellen, wenn eine Partie kürzer oder länger sein soll.

Hearts oder Herzeln?

Beides gibt es, und es sind zwei verschiedene Spiele. Was hier gespielt wird, ist Hearts — das gemeinfreie amerikanische Stichspiel, das durch Windows bekannt wurde und aus genau einem Vertrag besteht: Punkte vermeiden. Herzeln dagegen ist ein österreichisches Spiel aus mehreren Verträgen nacheinander — Herzen vermeiden, Stiche vermeiden, den König vermeiden, und so weiter. Wer Herzeln sucht, sucht etwas anderes; wer die Pik-Dame sucht, ist hier richtig.

Jetzt spielen

English